Kleist: Amphytrion

Akademietheater 28.2.

Regie: Matthias Hartmann
Jupiter, in der Gestalt des Amphitryon: Roland Koch
Merkur, in der Gestalt des Sosias: Oliver Masucci
Amphitryon, Feldherr der Thebaner: Michael Maertens
Sosias, sein Diener: Fabian Krüger
Alkmene, Gemahlin des Amphitryon: Dörte Lyssewski
Charis, Gemahlin des Sosias: Karin Pfammatter

Kleists subtile Identitätskomödie könnte auf der Bühne heutzutage weniger komisch wirken als ursprünglich intendiert. Hartmann beugt dem gekonnt vor, indem er die Spiegelung der Verwechslungskomödie durch Sosias und Charis klassisch komödiantisch inszeniert. Speziell Fabian Krüger liefert hier ein schauspielerisches Bravourstück ab. So sind Klamauk und philosophischer Gehalt erstaunlich gut ausbalanciert.

Michael Maertens darf seine Verzweiflung an seinem Verstandes- und Realitätssinn breit ausspielen. Dörte Lyssewski gewinnt ihrer Verwirrung die nötige psychologische Tiefe ab. Das Bühnenbild besteht aus einer Art breitem weißem Turm der den überwiegenden Teil der Bühne einnimmt und für Amphytrions Anwesen steht. Die einzelnen Elemente fügen sich gut ineinander: Ein gelungener und runder Theaterabend.

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"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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