Balkanology

Architekturzentrum 5.1.

Wie sehr sich Österreich in Südosteuropa wirtschaftlich engagiert ist bekannt. Es ist sehr begrüßenswert, dass diese ökonomische Expansion auch durch intellektuelle Neugier begleitet wird. Ein Beispiel dafür ist die Ausstellung Balkanology im Wiener Architekturzentrum. Sie setzt sich mit den urbanen Prozessen auf dem Balkan der jüngsten Vergangenheit auseinander. Dokumentiert durch Fachleute vor Ort werden diverse Thesen über die Stadtentwicklung in einer Krisenregion durchgespielt.

Die Schau ist eine sehr akademische Angelegenheit. Auf Schautafeln, Monitoren und in Filmen wird anhand ausgewählter Städte gezeigt, wie sich einzelne Viertel entwickelten. Begleitet ist das von theoretischen Modellen. Wer Architekturfotografie erwartet, wäre fehl am Platz. Ich fand vor allem spannend, dass es angesichts der vielen Alltagsprobleme nach dem Krieg überhaupt Architekturinitiativen gab (gibt), die diese Prozesse so detailliert beobachteten und analysierten. (Bis 18.1.)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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