Über die Lesesucht

Die Universität Giessen stellte erfreulicherweise Eine Warnung vor den Gefahren der Lesesucht (1821) ins Netz.

Kleiner Auszug:

Die Lesesucht ist eine unmäßige Begierde,
seinen eigenen, unthätigen Geist mit den
Einbildungen und Vorstellungen Anderer aus
deren Schriften vorübergehend zu vergnügen.
Man lieset, nicht um sich mit Kenntnissen zu bereichern,
sondern um zu lesen; man lieset das Wahre und das Falsche
prüfungslos durch einander, ohne Wißbegier, sondern
mit Neugier. Man lieset und vergißt. Man gefällt sich in
diesem behaglichen, geschäftigen Geistesmüßiggang, wie in
einem träumenden Zustande.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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