Reise-Notizen: Kirgisistan

Von Taschkent ging es per Flugzeug weiter nach Bischkek, der Hauptstadt Kirgisistans. Von allen Ländern Zentralasiens ist es das politisch am wenigsten repressive. Allerdings steht es ökonomisch mit Tadschikistan auf der Stufe eines Entwicklungslandes. Kulturelle Besichtigungspunkte gibt es in Nordkirgisistan nicht viele. Nicht versäumen sollte man das Minarett von Burana, das man bequem auf dem Weg zum Issyk Kul See besichtigen kann. Dieser Hochgebirgssee ist die eigentliche Attraktion des Landes. 6000km2 groß und bis zu 700m tief ist er der zweitgrößte Hochgebirgssee der Welt. Auf beiden Seiten von den schneebedeckten Gebirgsketten des Tien-Shan eingerahmt, bieten sich für Naturfreunde lohnende Ausblicke. An manchen Stellen fühlt man sich sogar an geologische Formationen im Westen der USA erinnert. Wäre die Infrastruktur dort nicht so erbärmlich schlecht, könnte sich dort ein Touristenparadies entwickeln. Im Moment geben die Straßen aber zur philosophischen Überlegung Anlass, wie viele Schlaglöcher eine ‚Straße‘ haben darf, bevor man ihr diesen Status absprechen muss. In dieser Gegend spielen die Geschichten des Tschingis Aitmatow, des berühmtesten Kirgisen, und wer einen literarischen Eindruck von der Region bekommen will, dem sei seine Erzählung „Dshamilja“ empfohlen.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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