Tschaikowski: Eugen Onegin

Wiener Staatsoper 26.5.

Inszenierung: Falk Richter
Dirigent: Seiji Ozawa
Tatjana, Tochter von Larina: Tamar Iveri
Olga, Tochter von Larina: Elisabeth Kulman
Eugen Onegin: Simon Keenlyside
Lensky, Dichter: Marius Brenciu
Fürst Gremin: Ain Anger

Es war kein erfreulicher Opernabend. Das dürfte vor allem am Stück selbst gelegen haben: Nach dem Ring wirkt „Eugen Onegin“ musikalisch substanzlos. Schöne Melodien, ohne Zweifel, aber mehr als diese Oberfläche wird nicht geboten. Ozawa dirigierte die Oper (wie immer) sehr langsam. Gesanglich war eigentlich nichts auszusetzen, herausragend war aber nur Ain Anger, der schon im Ring eine exzellente Leistung bot.
Am besten ist die Inszenierung. Falk Richter ist sparsam mit Requisten und siedelt die Oper in einer russischen Schneelandschaft an. Das ist ein ebenso erfreulicher wie notwendiger Kontrapunkt gegen das Pathos der Komposition und des Librettos. Wird wohl keine meiner Lieblingsopern werden …

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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