Puccini: La Boheme

Wiener Staatsoper 24.2.

Dirigent: Constantinos Carydis
Inszenierung und Bühnenbild: Franco Zeffirelli
Kostüme: Marcel Escoffier
Chorleitung: Thomas Lang

Rodolfo: Ramón Vargas
Schaunard: Eijiro Kai
Marcello: Boaz Daniel
Colline: Dan Paul Dumitrescu
Benoit: Alfred Šramek
Mimì: Krassimira Stoyanova
Musetta: Simina Ivan
Alcindoro: Alfred Šramek

Sukzessive arbeite ich mich durch das Schlagerrepertoire der italienischen Oper, weshalb ich mir die 374. Aufführung dieser Inszenierung ansah. Wie diese Zahl dezent andeutet, handelt es sich um keine frische Regie. Im Vergleich mit anderen verstaubten Konkurrenten des Hauses, kann sie aber gut bestehen. Das Elend des Künstlerlebens wird so realistisch im Bühnenbild umgesetzt, dass Gerhart Hauptmann seine Freude daran gehabt hätte. Vermutlich mutig von Zeffirelli damals, dass er einige Szenen in malerischem Halbdunkel spielen lässt.

Musikalisch war der Abend überraschend erstklassig. Zwar sparte das Staatsopernorchester nicht an breiten Klängen, die gesangliche Leistung war aber durchgehend großartig. So kamen die Puccini-Schlager mit dem gehörigen Nachdruck über den Graben, sehr zur Begeisterung des Publikums. Popmusik auf hohem Niveau, die man sich ab und zu gönnen darf.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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