Karl Schönherr: Der Weibsteufel

Akademietheater 2.12.
Regie: Martin Kusej
Der Mann: Werner Wölbern
Sein Weib: Birgit Minichmayr
Ein junger Grenzjäger: Nicholas Ofczarek

Martin Kusejs brillante Theaterarbeit hebt sich vom meist aufs Mittelmaß abonnierte Wiener Theaterleben wohltuend ab. Ein vergleichsweise biederes Stück wie Schönherrs „Der Weibsteufel“ in einen fulminanten Theaterabend zu verwandeln braucht mehr als bloßes Talent.
Riesige, kreuz und quer liegende Baustämme bedecken die Bühne und auf ihnen entfaltet sich das psychologische Eifersuchts- und Ehedrama. Kusej inszeniert es als eindringliches Kammerspiel bei dem man ständig den Eindruck hat, also werden hier viel größere Themen behandelt als die Racheintrige einer unterdrückten Ehefrau. Schauspielerische Perfektion rundet die Regieleistung ab.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  • RSS Feed for Posts
  • RSS Feed for Comments
  • Twitter
  • XING
  • Facebook

Kategorien

„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

Aktuell in Arbeit

Tweets