Publizistische Peinlichkeiten

Man könnte das Ableben des rechtsradikalen österreichischen Volkshelden und dessen gestern gefeierte Höllenfahrt zum Anlass nehmen, über das klägliche Versagen der hiesigen Medien zu berichten, von den politischen „Eliten“ gar nicht zu reden.
Ich möchte an dieser Stelle aber ein anderes symptomatisches Beispiel für die Medienmisere bringen. Die Tageszeitung „Die Presse“, die sich selbst für ein Qualitätsmedium hält, blamiert sich derzeit mit einer Werbekampagne, in der sich der Chefredakteur Michael Fleischhacker in großformatigen Anzeigen und Plakaten in Szene setzt: Peinlicher Persönlichkeitskult. Man setze dagegen ein wirkliches Qualitätsmedium wie den Economist: Die weltbesten Journalisten schreiben anonym für das Blatt, weil bei ihnen die Sache und journalistische Qualität im Zentrum stehen. Eine Provinzposse!

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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