Arno Geiger: Es geht uns gut. Roman.

Carl Hanser Verlag (Amazon Partnerlink)

Sieht man sich die österreichische Literatur der letzten Jahre an, scheint es einen neuen Trend zum konservativen Erzählen zu geben: Daniel Kehlmann ist wohl das prominenteste Beispiel, aber auch Michaels Köhlmeiers hier kürzlich rezensierter neuer Großroman fällt in diese Kategorie.

Arno Geigers „Es geht uns gut“ passt gut in diese Reihe. Der 2005 mit dem ersten deutschen Buchpreis ausgezeichnete Roman erzählt episodisch die Geschichte einer Wiener Familie. Philipp Erlach erbt die alte Villa seiner Großeltern, was den Anlass zu einem Rückblick auf mehrere Generationen gibt. Formal wechselt die Gegenwartshandlung mit diversen historischen Kapiteln ab, welche exemplarische Ereignisse aus der Familiengeschichte beschreiben und jeweils mit einem konkreten Datum überschrieben sind.

Das Buch liest sich ganz unterhaltsam, hinterlässt aber mangels Doppelbödigkeiten jeglicher Art keine bleibenden Eindrücke.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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