Reise-Notizen London (3): National Gallery and Victoria-and-Albert Museum

Die National Gallery am Trafalgar Square darf sich in Sachen Alte Meister zu den führenden Häusern Europas zählen. Obwohl die großartige Turnersammlung gar nicht dort, sondern in der Tate zu finden ist. Es handelt sich um eine klassische, hochkarätig bestückte Gemäldesammlung, die einen Zeitraum vom Mittelalter bis zum Impressionismus umfasst. Viele berühmte Werke hängen dort. Botticellis „Venus und Mars“ kannte ich bisher nur durch Reproduktionen und meine Begeisterung dafür hielt sich in Grenzen. Sieht man aber die strahlende Leuchtkraft des Originals, versteht man einmal mehr, wie ungeeignet Bildbände sind, um sich einen adäquaten Eindruck von einem Gemälde zu verschaffen.

Weitere Höhepunkte sind Bellinis eindrücklicher „Doge“, Raphaels (wie immer) formal perfekte „Madonna of the Pinks“ und Cezannes „Bathers“, um die englischen Titel zu verwenden.
Das Victoria-and-Albert Museum ist eine der kuriosesten Sammlungen in London. In knapp 150 Räumen wird angewandte Kunst und Kunsthandwerk präsentiert. Dabei wird ein unglaublich breites Spektrum abgedeckt: Von Architektur über Glas- und Metallwaren und Musikinstrumente bis hin zu Möbel und Designobjekten aus allen Epochen und vielen Weltgegenden. Wer sich über die Einrichtung englischer Adelssitze durch die Jahrhunderte informieren will, ist dort ebenso richtig wie jemand mit eine Vorliebe für Keramik. Besonders hervorgehoben sei noch die umfangreiche Skulpturensammlung.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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