Donald Frame: Rabelais. A Study

(Harcourt Brace Javonovich, New York 1977)

Um die Beschäftigung mit den fünf Büchern rund um „Gargantua“ und „Pantagruel“ abzuschließen, las ich noch diese prägnante Monographie von Donald Frame, dessen Buch über Montaigne ich schon sehr hilfreich fand. Der Autor beginnt mit einem kurzen einleitenden Artikel über das Zeitgeschehen, um dann das Wenige zu referieren, was über Rabelais‘ Biographie bekannt ist. Auftakt zur Auseinandersetzung mit dem Werk sind fünf Kapitel über die einzelnen Bücher, in denen Frame Form & Inhalt strukturiert wider gibt, nicht ohne den Stand der damaligen Forschung zu berücksichtigen. Dabei könnte es sich auch um ausführliche Beiträge zu einem Handbuch handeln.

Danach nimmt sich Frame diverse Themenkreise vor, denen er systematisch durch das Gesamtwerk folgt. Darunter „Comedy and the Carnivalesque“, „Satire and Fantasy“, „Storytelling“ und „Humanism and Evangelism“. Das ist erhellend zu lesen, zumal Frame einen klassischen englischen Gelehrtenstil schreibt, der frei von allen Obskurantismen ist. Sehr empfehlenswert für alle, die sich für diese in jeder Hinsicht außergewöhnlichen Bücher interessieren.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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