Wieland bekommt (s)eine Prestigeausgabe

Jeder Klassiker, der etwas auf sich hält, will selbstverständlich eine historisch-kritische Ausgabe seiner Werke in den Regalen der Nachwelt stehen sehen. Nur die wichtigsten Autoren werden nämlich eines solchen Aufwands für würdig empfunden. Das Erstellen dieses Editionstyps ist sehr aufwändig und kostspielig. Manche werden abgebrochen, andere brauchen Jahrzehnte zur Vollendung. Jan Philipp Reemtsma ist ein Förderer des Wieland-Projekts und die Deutsche Forschungsgemeinschaft schießt 2,5 Millionen Euro zu.

Prinzipiell ist es natürlich sehr begrüßenswert, dass Wieland diese verdiente Aufmerksamkeit der Editorenzunft erhält. Folgt dieser wissenschaftlichen Edition jedoch keine erschwingliche Leseausgabe, wird es eine Prestigeaktivität bleiben.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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