Peter Handke: Spuren der Verirrten

Akademietheater 16.5.
Regie: Friederike Heller
Mitwirkende: Philipp Hochmair
Mitwirkende: Rudolf Melichar
Mitwirkende: Jörg Ratjen
Mitwirkende: Sachiko Hara
Mitwirkende: Petra Morzé
Mitwirkende: Bibiana Zeller
Musik: KANTE

Man mag zum Regietheater stehen wie man will: Theatertexte wie „Spuren der Verirrten“ oder etwa jene der Elfriede Jelinek setzen eine starke Regie voraus, da sie „an sich“ wenig theatralisch sind. So zieht auch diesmal Friederike Heller alle Register, um den Text in kurzweilige 120 Minuten zu verpacken. Dies geschieht durch schnelle Wechsel zwischen den Schauspielern, was einzelne Rollenfragmente angeht, sowie durch das ständige Changieren zwischen verschiedenen Ebenen: Mal verkörpert ein Schauspieler eine Figur, mal erzählt er über sie, mal kommentiert er. Körpereinsätze kommen ebenfalls nicht zu kurz: Es soll den Zusehern ja nicht langweilig werden.
Der Gesamteindruck am Ende ist nicht negativ, es gab einiges Interessante zu hören und zu sehen. Man stellt sich beim Hinausgehen allerdings die Frage, welchen ästhetischen Zweck diese Art von Theater verfolgt. Beliebigkeit ist nicht jedermanns Sache.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  • RSS Feed for Posts
  • RSS Feed for Comments
  • Twitter
  • XING
  • Facebook

Kategorien

„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

Aktuell in Arbeit

Tweets