Donizetti: Lucia di Lammermoor

Staatsoper 15.5.
Dirigent: Paolo Arrivabeni
Regie: Boleslaw Barlog
Enrico (Lord Henry Ashton): Lucio Gallo
Lucia, seine Schwester: Edita Gruberova
Edgardo (Sir Edgar Ravenswood): Keith Ikaia-Purdy

Im Hinblick auf statistische Wahrscheinlichkeit war ich skeptisch, zwei gute Opernabende hintereinander zu erleben. Erfreulicherweise trog diese Erwartungshaltung. Italienische Oper ist meiner Meinung nach die einzige ästhetisch satisfaktionsfähige Form der Popmusik und „Lucia di Lammermoor“ bekanntlich eine der gelungesten Aneinanderreihungen von aparten melodiösen Einfällen.

Auf einer Schauergeschichte Walter Scotts basierend, ist das Libretto naturgemäß weniger subtil als beim „Fliegenden Holländer“. Spätestens bei der ersten Arie der Gruberova trat der semantische Rahmen jedoch in den Hintergrund. Ihre Leistung war sanglich und schauspielerisch schlicht perfekt. Die männlichen Mitsänger schlugen sich ebenfalls tapfer. Ein gelungenes Popkonzert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  • RSS Feed for Posts
  • RSS Feed for Comments
  • Twitter
  • XING
  • Facebook

Kategorien

„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

Aktuell in Arbeit

Tweets

  • Endlich wieder Regen. 6 Stunden
  • Die nächsten beiden Tage nur mit Handgepäck unterwegs. Mein Koffer reist nach Kyoto voraus. 7 Stunden
  • Heute geht es vier Stunden lang mit dem Zug von Takayma zum Ise-Schrein am Pazifik. Tagesziel ist Toba. 7 Stunden