Brahms, Schönberg, Webern

Artemis Quartett, Leif Ove Andsnes
Konzerthaus 8.12.

Johannes Brahms: Streichquartett Nr. 2 a-moll op. 51/2 (1873)
Arnold Schönberg: Sechs kleine Klavierstücke op. 19 (1911)
Anton Webern: Fünf Sätze für Streichquartett op. 5 (1909)
Johannes Brahms: Klavierquintett f-moll op. 34 (1865)

Brahms Kammermusik so furios gespielt, hörte ich bisher nur selten. Höhepunkt war selbstverständlich das Klavierquintett op. 34 dessen gewaltige Spannbreite von feiner Ziselierung bis hin zu Klangexplosionen sorgfältig (und ohne Angst vor Effekt) herausgearbeitet wurde. Neben Schuberts Forellenquintett sowie Schumanns Klavierquintett gehört es berechtigterweise zu den Glanzstücken des Repertoires.

Die Stücke von Schönberg und Webern wurden abwechselnd gespielt (was Webern „erlaubt“ hat). Das ergab so aparte Klangkombinationen, dass es heftigen Applaus gab. Das kommt selbst in Wien bei der zweiten Wiener Schule nicht immer vor :-)

Ein höchst erfreulicher Konzertabend und Anlass, mir die Interpretationen des Artemis Quartetts einmal näher anzusehen.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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