René Pollesch: Das purpurne Muttermal

Akademietheater 28.11. 2006
Regie: René Pollesch
Mitwirkende: Sachiko Hara
Mitwirkende: Caroline Peters
Mitwirkende: Sophie Rois
Mitwirkende: Daniel Jesch
Mitwirkende: Hermann Scheidleder
Mitwirkende: Stefan Wieland
Mitwirkende: Martin Wuttke

Seltsame Dinge gab René Pollesch vor der Premiere von sich. Er wolle (postmoderne) Theorien auf die Bühne bringen. Wer nun die plausible These vertritt, dass schlechtes Denken auf der Bühne zwangsläufig auch schlechtes Theater ergibt, sieht sich bei dieser Uraufführung eines besseren belehrt. Man wird mit einem furiosen Anspielsfeuerwerk konfrontiert, das sich auf mehreren Ebenen abspielt. Eine davon findet hinter der Bühnenkulisse in dort aufgestellten Filmsets statt, die via Leinwand dem Publikum zur Kenntnis gebracht werden. In elegantem Schwarzweiss, versteht sich. Auf mich wirkte das Ganze wie eine sehr komische Variante des absurden Theaters. Sollte Pollesch tatsächlich die Absicht haben, konkrete Inhalte zu vermitteln, wäre er gescheitert. Das Ensemble spielt glänzend, das Kamerateam hinter der Bühne leistet ebenfalls Erstaunliches.

In dieser Saison wohl das bisher interessanteste Stück im Akademietheater.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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