Borodin Quartett

Konzerthaus 7.11.

Peter I. Tschaikowsky
Streichquartett Nr. 1 D-Dur op. 11 (1871)
Nikolai Jakovlewitsch Mjaskowski
Streichquartett Nr. 13
Dmitri Schostakowitsch
Streichquartett Nr. 1 C-Dur op. 49 (1938)
Streichquartett Nr. 8 c-moll op. 110 (1960)

Das ersten Konzert des Zyklus „Quartette international“, der als Nachfolger der leider eingestellten Reihe des Alban Berg Quartetts fungiert. Zu Tschaikowsky und Mjaskowski kann ich wenig sagen, da beides erstmalige Hörerlebnisse waren.

Schostakowitsch Streichquartette gehören dagegen zu meinen Lieblingsstücken und zählen berechtigterweise zum Kern der kammermusikalischen Kompositionen des letzten Jahrhunderts. Sie sind hochgradig expressiv und emotional und werden meist mit entsprechender Verve vorgetragen. Das Borodin Quartett wählte einen anderen Interpretationsansatz, den man wohl am besten als „klassisch“ bezeichnet. Kurz, sie gingen die Angelegenheit eher zurückhaltend an. Das ist per se nicht schlecht, denn zu viel (platte) Emotion kann gerade bei Schostakowitsch kontraproduktiv wirken. Es kam sicher auch der Transparenz der musikalischen Strukturen zugute. Trotzdem ging diese Spielweise vor allem beim „schmerzlichen“ Quartett Nr. 8 auf Kosten der Substanz der Komposition. Jedenfalls eine Interpretation, die zum Nachdenken anregt.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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