Reise-Notizen Paris (3): Musée d’Orsay

Nach dem Louvre das spektakulärste Museum der Stadt. Das liegt nicht nur an der imposanten impressionistischen Kunstsammlung des Haus, sondern auch am Gebäude. Der zur Weltausstellung 1900 errichtete Gare Décorative wurde in den siebziger Jahren von der Mailänder Architektin Gae Aulenti in ein Museum umgebaut. Schon beim Betreten erinnert die riesige Halle mehr an eine Kathedrale und damit einem der Kunst geweihten Sakralbau als einem bürgerlich nüchternen Museum. Das mag man kritisieren, der Eindruck ist jedenfalls grandios, und das von Licht durchflutete Bauwerk eignet sich vorzüglich zur Präsentation von Kunst (speziell auch von Skulpturen). Die Bilder hängen in überschaubaren Räumen, so dass die Architektur nicht in Konkurrenz zu ihnen tritt.

Das Haus ist der vor allem Kunst des 19. Jahrhunderts gewidmet und präsentiert den Bestand chronologisch. Die Impressionisten kommen also erst am Ende an die Reihe, weshalb es sich aus Gründen der Aufmerksamkeitsökonomie empfiehlt erst konzertriert mit ihnen anzufangen und sich am Ende dem übrigen Künstlern zu widmen.

Es gibt wohl kaum einen Ort, wo man sich mit der Geschichte des Impressionismus und dessen Vorläufern besser vertraut machen könnte. Die meisten Vertreter sind mit Hauptwerken vertreten.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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