Donizetti: Roberto Devereux

Staatsoper 16.9.
Regie: Silviu Purcarete
Musikalische Leitung: Friedrich Haider
Elisabetta I., Königin von England: Edita Gruberova
Duca di Nottingham, Herzog von Nottingham: Roberto Frontali
Sara, seine Frau: Sonia Ganassi
Roberto Devereux, Graf von Essex; Joseph Calleja

Seit einigen Jahren arbeite ich mich in Sachen Opernrepertoire von sogenannten „schweren“ Stücken (Wagner, Richard Strauss, viel 20. Jahrhundert) zum italienischen Belcanto vor. Eine ausführliche Beschäftigung mit Verdi panierte den ästhetischen Weg zu „kulinarischeren“ Belcanto-Opern.

Ein musikalisch besonders gelungenes Exemplar dieser Gattung ist „Roberto Devereux“, weniger bekannt als etwa „Lucia di Lammermoor“, aber durchaus ebenbürtig (wenn nicht überlegen). Freunde delikater Melodien und italienischer Opernkunst kommen hier voll auf ihre Kosten.

Speziell wenn die Besetzung so vorzüglich ist, wie in dieser Aufführung. Es gab vokal keine einzige Schwachstelle. Edita Gruberova überzeugte auch schauspielerisch in der artifiziellen Anlage ihrer Figur.

Die Handlung braucht hier nicht nach erzählt werden und besteht im wesentlichen aus einer Klatschgeschichte aus dem britischen Königshaus. Die Inszenierung war dem Stück nicht gewachsen. Sie setzte keine Akzente, störte aber immerhin die Darbietung nicht. In Summe ein höchst erfreulicher Abend.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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