Sarah Symmons: Goya

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Alle bisher gelesenen Bände der Reihe „Art & Ideas“ waren ausgezeichnet. Das Reihenkonzept lautet, fundierte Einführungen in die Kunstgeschichte anzubieten, die einerseits jargonfrei geschrieben sind und anderseits den (kultur)geschichtlichen Kontext nicht vernachlässigen. Die Kombination von thematischen Monographien mit Einzelbänden über herausragende Künstler sollen einen Überblick über die Kunstgeschichte geben.

Symmmons schreibt diesen Linien entlang einen sehr lesenswerten und reich bebilderten Band über Goya. Leben & Werk wird in neun Kapitel unterteilt, vom nicht gerade vielversprechenden Start in die Kunstwelt bis zur Nachwirkung. Goyas Karriere kann man als frühes Beispiel einer modernen Künstlerkarriere sehen. Er löst sich sukzessive von konventionellen Vorgaben aller Art und widmet sich nach idiosynkratischen Vorlieben auch engagierten Motiven (gegen Krieg und Armut). Allerdings bleibt er Zeit seines Lebens dem spanischen Hof (in den diversen Ausprägungen) verbunden. Hier lassen sich Parallelen zu Goethe ziehen, der ja ebenfalls seinen eigenen ästhetischen Maßstäbe in einem (zugegebenermaßen kleinen) höfischen Rahmen entwickelte. Im Prado hatte ich vor einer Woche die Gelegenheit, viele Werke Goyas zu sehen. Die Wiener Goyaausstellung harrt auch noch eines Besuchs.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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