Musil-Symposium in Klagenfurt

Nach zweieinhalb Tagen des Musil-Symposiums in Klagenfurt, läßt sich eine erste erfreuliche Bilanz ziehen. Ziel der Veranstaltung des Musil-Instituts war die Präsentation der Digitalen Edition und die internationale Vermittlung seines Werks. Zur Digitalen Edition ist zu sagen, dass es sich bei ihr noch um ein “work in progress” handelt, sie also noch nicht Publikationsreife erreicht hat. Wer den Umfang und die Komplexität des Nachlasses kennt, wird davon nicht überrascht sein. Zumal sich Projektleiter Walter Fanta auch um eine anspruchsvolle Kommentierung aller Texte bemüht. Es bleibt zu hoffen, dass auf einer der nächsten Buchmessen die Edition offiziell vorgestellt werden kann.

Fast alle Vortragenden äußerten sich optimistisch über die neuen Möglichkeiten, welche die digitale Edition mit sich bringt, gerade auch für die Übersetzer. Es gab vereinzelt auch kritische Töne. So wurde die Projektlaufzeit beklagt und die Verzögerung neuer Buchausgaben. Weiteres Thema der Tagung waren die in jüngerer Zeit erschienen medialen Verarbeitungen etwa das zwanzigstündige “Remix” Projekt des Bayerischen Rundfunks, die Komplettlesung von Wolfram Berger sowie die Törless-Inszenierung im Rahmen der diesjährigen Salzburger Festspiele. Das Symposium geht am Samstag Abend zu Ende. (Klagenfurt, Musilhaus)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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