Vorlesungen zum Hören

Im August entdeckte ich das Angebot der amerikanischen Great Courses (früher: Teaching Company). Angeboten werden dort Audiovorlesungen zu Themen des klassischen Bildungskanons in der Länge von sechs bis zweiundvierzig Stunden.

Drei dieser „audio lectures“ hörte ich inzwischen als „Zeitfüller“ an und war angenehm vom Niveau des Gebotenen überrascht. Jeremy McInerney geht zwölf Stunden der „Ancient Greek Civilization“ nach. Hier konnte ich inhaltlich (abgesehen von ein paar neuen Aspekten zur minoischen und mykenischen Kultur) zwar nichts Neues erfahren, es war aber eine willkommene und geistreiche Zusammenfassung.

Dieselbe Länge hat der Kurs „Greek Tragedy“ von Elizabeth Vandiver. Hier war der Neuigkeitswert deutlich höher. Zwar bin ich mit den Texten der antiken Tragödien einigermaßen vertraut, allerdings beschäftigte ich mich bisher nie mit der antiken Aufführungspraxis im Detail. Damit meine ich nicht, die grundsätzlichen Rahmenbedingungen der alten griechischen Theater, sondern Fragen, wie bestimmte Handlungssituationen auf der Bühne unter den gegebenen Voraussetzungen konkret dargestellt werden konnten.

Mit vierundzwanzig Stunden war „History of Ancient Rome“ bisher am ausführlichsten. Prof. Garrett G. Fagan von der Pennsylvania State University ist ein ausgezeichneter Didaktiker und bewältigt die Stoffmassen ausgezeichnet. Er wechselt zwischen chronologischer und thematischer Präsentation.

Nach den ersten hervorragenden Erfahrungen werde ich sicher noch zahlreiche weitere dieser Vorlesungen anhören.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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