Literatur- und Kognitionswissenschaft

Die „Avantgardisten“ unter den Literaturgelehrten kümmern sich längst nicht mehr um die idiosynkratischen Theoriedebatten rund um die Postmoderne*. Am Rande sei bemerkt, dass sich inzwischen im „Mainstream“ der Literary Studies wieder ein Modenwechsel abzeichnet. Da man aber noch nicht weiß, welcher neue Irrationalismus die größten Karrierechancen bieten wird, fliegt man eine theoretische Warteschleife was sich in Buchtiteln wie „Reading After Theory“ (Valentine Cunningham) oder „Death of a Discipline“ (Gayatari Spivak) nieder schlägt.

Die intellektuell spannenden Abenteuer sind hier nicht zu finden, sondern in den interdisziplinären Versuchen, Literaturwissenschaft und Kognitionswissenschaften und/oder Evolutionstheorie zu verbinden. Deshalb sei an dieser Stelle auf Patrick Hogan hingewiesen, der dies in seinen Arbeiten versucht. Die Titel seiner Bücher lauten: „The Mind and Stories: Narrative Universals and Human Emotion“ (2003) und „Cognitive Science, Literature, and the Arts: A Guide for Humanists“ (2003).

* Siehe dazu mein 1999 geschriebener Aufsatz „Die Errungenschaften der Postmoderne als Theorie“, den man online u.a. lesen kann auf koellerer.de, koellerer.net (Teil 1, Teil 2 und Teil 3) und der Erlanger Digitalen Edition.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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