Wir Büchermenschen

Selbst von Nachbarn, die Du fast
Zunächst der Haustür wohnen hast,
Hörst du nicht die noch das; denn ist,
Dein Tagewerk vollbracht und bist
Mit Deinem Rechnen fertig Du,
Suchst Du Zerstreung nicht, noch Ruh;
Nein, gehst zu Haus, und wie ein Stein
Sitzes Du stumm für Dich allein
Und nimmst ein andres Buch zur Hand
Und trübst dir Augen und Verstand,
Lebst wie ein Klausner, hältst du gern
Dich auch vom strengen Fasten fern.

[Chaucer, Das Haus der Fama]

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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