Tschechow: Der Kirschgarten

Burgtheater 2.5.05
Regie: Andrea Breth
Ljubov Andreevna Ranevskaja: Andrea Clausen
Anja, ihre Tochter, 17 Jahre alt: Pauline Knof
Varja, ihre Pflegetochter, 24 Jahre alt: Teresa Weißbach
Leonid Andreevic Gaev, Bruder der Ranevskaja: Udo Samel
Ermolaj Alekseevic Lopachin, Kaufmann: Sven-Eric Bechtolf

Die ersten zwei Akte beschäftigte mich vor allem die Frage: Warum funktioniert die Inszenierung nicht? Breth wendet ihre übliche Technik an und hielt sich also streng an den Text und ließ den Schauspielern sehr viel Zeit. Ergebnis ist eine Über-Dehnung, die dem Stück schadete und einem Gefühl der Langeweile Vorschub leistete (vor allem vor der Pause).

Generell zeigte Breth eine sehr hohe Distanz zu dem Stück, ohne dass die Aufführung wirklich plausibel machen konnte, worin dieser Vorbehalt begründet ist. Die hochkarätige Besetzung garantierte leider auch schauspielerisch keine ausgezeichneten Abend. Während Clausen und Bechtolf auf der Höhe ihrer Möglichkeiten agierten, blieben die meisten Nebenfiguren unkonturiert und blaß.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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