Mike Leigh: Vera Drake

Filmcasino 24.4.
Kamera: Dick Pope Vera Drake: Imelda Staunton Stan Drake: Phil Davis Ethel Drake: Alex Kelly Sid Drake: Daniel Mays Inspector Webster: Peter Wight

Mike-Leigh-Kenner behaupten, „Vera Drake“ sei sein bester Film seit Jahren. Man kann nur hoffen, dass dies ein Fehlurteil ist. Die realistische Ästhetik (Milieustudie!) steht in einem krassen Widerspruch zur Unglaubwürdigkeit der Hauptfigur. Vera Drake ist so eindimensional positiv dargestellt wie Mutter Theresa in einem vatikanischen Propagandafilm. Das Charakterbild wird etwas differenzierter als die illegalen Abtreibungen ans Tageslicht kommen, aber da ist es bereits zu spät. Klischeebeladene Nebenfiguren machen das Gesamtbild nicht besser.

Der Film ist jedoch aus einem Grund trotzdem sehenswert: Die grandiose schauspielerische Leistung der Imelda Staunton. Auch die kammerspielartige Regie sorgt für gelungene Momente.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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