Der Bücherfrühling

Perlentaucher fasst in bewährter Manier die Bücher der Saison zusammen.

Geht es nach der wie immer lesenswerten Buchbeilage des Wiener Falter, ist es um die Qualität der belletristischen Neuerscheinungen schlecht bestellt. Bis zur Seite 17 finden sich fast nur Verrisse. Nachdem viele Medien inzwischen zu verlängerten Marketingabteilungen der Verlage mutiert sind, ist es durchaus zu begrüßen, wenn Klartext gesprochen wird:

Über Eva Manesses „Vienna“:

Über weite Strecken liest sich „Vienna“ wie der Versuch, die „Tante Jolesch“ über den Holocaust zu retten

Über Peter Roseis „Wien-Metropolis“:

[…] ist voller unerklärlich schlecht geschriebener Passagen und verwackelter Bilder […]

Über Uwe Tellkamps „Der Eisvogel“:

So langweilig war Aufgeregtes noch nie […] Erzähltechnisches ist das Ganze höchst ungeschickt angelegt […]

Über Karen Duves „Die entführte Prinzessin“:

[…] ist ein Kinder, maximal ein Jugendbuch, obwohl der Verlag das seltsamerweise mit keinem Wort erwähnt […]

Dann doch lieber Klassiker lesen ;-)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  • RSS Feed for Posts
  • RSS Feed for Comments
  • Twitter
  • XING
  • Facebook

Kategorien

„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

Aktuell in Arbeit

Tweets