Alfred Schnittke: Gesualdo

Staatsoper 26.12.
Regie: Cesare Lievi
Dirigent: Jun Märkl
Don Carlo Gesualdo: Peter Weber
Donna Maria Gesualdo: Nadia Krasteva
Don Fabrizio Caraffa: Jon Dickie

Das Libretto erzählt den „Ehrenmord“ des Komponisten Gesualdo (1560-1613) an seiner Gattin und deren Liebhaber. Ein klassischer Opernstoff also, der durch den Beruf des Protagonisten noch durch die Künstlerthematik ergänzt wird.
Zusätzlich erhält der Polystilist Schnittke die Gelegenheit, sich von Gesualdos Musik anregen zu lassen. Musikalisch ist die Oper denn auch sehr komplex, da sich Schnittke aus einem reichen musikhistorischen Fundus bedient, und (im Gegensatz zu anderen zeitgenössischen Opernkomponisten) auch keine Anleihen bei der klassischen Opernästhetik scheut.

Szenisch ist die Aufführung rasant, die schnellen Szenenwechsel erinnern nicht selten an Filmschnitte. Sehr schön, dass die Staatsoper auch solche Werke auf dem Spielplan hat. Sie könnten allerdings öfters angesetzt werden, doch das würde ja der Auslastungsstatistik schaden.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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