Tennessee Williams: Die Katze auf dem heißen Blechdach

Burgtheater 4.12.04
Regie: Andrea Breth
Big Daddy: Gert Voss
Big Mama: Elisabeth Orth
Brick: Markus Meyer
Margaret: Johanna Wokalek
Gooper: Cornelius Obonya
Mae: Sabine Haupt

Die Theaterkritikerschaft bewegte sich in den vor ein paar Tagen zu lesenden Rezensionen auf der Skala „lau“ bis „brillant“ (NZZ). So ging ich, ein Fehler den ich öfters mache, mit großen Erwartungen ins Burgtheater. Die erste Stunde war enttäuschend lau, und die Exposition mit Brick und Maggy hatte zahlreiche Längen. In der Pause drohten die noch folgenden zweieinhalb Stunden also mit auszusitzender Langeweile.

Weit gefehlt! Mit dem Auftritt eines bestens disponierten Gert Voss als Big Daddy gewann das Stück schnell an Fahrt. Das lange Gespräch zwischen ihm und seinem alkohlkranken Sohn Brick war nicht nur psychologisch hochgradig spannend. Ein beeindruckendes Finale schloss sich an.

Andrea Breth zeigt wieder einmal, dass sie zu den besten Regiekünstlern gehört. Wenn die erste lange Stunde nicht wäre, könnte man die Aufführung nicht genug loben.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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