Biljana Srbljanovic: God Save America

Akademietheater 24.11.04
Regie: Karin Beier
Karl: Michael Wittenborn
Daniel: Nicholas Ofczarek
Muffy: Regina Fritsch
Irene: Christine von Poelnitz

Wie gewöhnlich gab es an der handwerklichen Seite im Akademietheater nichts zu bekritteln. Zu sehen war eine nicht nur schauspielerisch solide Aufführung, die mit viel Aufwand in Szene gesetzt wurde. Trotz eines vorangekündigten Rückenproblems herausragend Michael Wittenborn, der von den Münchner Kammerspielen nach Wien wechselte. Schon die erste Rolle zeigte, welch großartiger Schauspieler nun das Burgtheaterensemble ergänzt.

Man muss sich nun aber (wie leider manchmal) fragen, ob der getriebene Aufwand in einer plausiblen Relation zur Stückqualität steht. Die Antwort liegt bei „God Save America“ auf der Hand: keinesfalls. Es handelt sich um einen Text, der irgendwo zwischen Boulevard und Kunstwerk angesiedelt ist. Die Story ist nicht uninteressant (in New York in einem Luxusappartement lebender Europäer verliert Job und gerät in arge Existenznöte), dabei bleibt es aber auch.

Netter Theaterabend, mehr nicht.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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