Wolfgang Hilbig: Der Schlaf der Gerechten. Erzählungen


S. Fischer
(vergriffen) bzw. Fischer TB (Amazon Partnerlinks)

Der Band versammelt überwiegend Erzählungen aus den neunziger Jahren, die für die Buchausgabe überarbeitet wurden. Hilbig bleibt seinem klassischen Themenspektrum treu: Viele der Texte sind direkt oder indirekt in den düsteren sächsischen Tagebaulandschaften im Süden Leipzigs angesiedelt. Einmal mehr stellt der Autor seine sprachliche Evokationskraft unter Beweis. Immer wieder reflektiert Hilbig die Auswirkungen der Wende, vor allem in „Der dunkle Mann“, wo die Hauptfigur, ein Schriftsteller, von einem Ex-Stasi-Mitarbeiter kontaktiert wird.

Die überwiegende Zahl der Texte setzt sich aber mit Kindheitserinnerungen aus DDR Zeiten auseinander. Hilbigs dichte Sprachkunstwerke gehören seit längerer Zeit zum Besten, was die deutsche Literatur zu bieten hat.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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