Schiller: Don Carlos

Burgtheater 23.9.04
Regie: Andrea Breth
Don Carlos: Philipp Hauß
Philipp II.: Sven-Eric Bechtolf
Marquis von Posa: Denis Petkovic

Vergleicht man diese Inszenierung mit Andrea Breths „Maria Stuart“, so fällt der grundsätzlich andere Ansatz sofort auf: Erstere war klassisch-zeitlos gehalten, während „Don Carlos“ in modernem Ambiente spielt. Genauer in einem düsteren Bürogebäude mit Konferenztischen, schäbigen Aktenschränken und kalten Neonröhren. Ein passendes Setting für den bürokratischen spanischen Hofstaat. Das bei Schiller angelegte Pathos (Freundschaft, Gedankenfreiheit) wurde merklich zurückgenommen. An der gebotenen Schauspielkunst läßt sich nichts bekritteln. Prädikat: sehenswert.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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