Ibsen: Baumeister Solness

Akademietheater 16.9.04
Regie: Thomas Ostermeier
Halvard Solness: Gert Voss
Aline Solness: Kirsten Dene
Hilde Wangel: Dorothee Hartinger

Angesichts des Theaters, das seit Jahren rund um Thomas Ostermeier inszeniert wird, hätte ich mir eine besondere Regieleistung erwartet. Stattdessen gab es eine grundsolide Aufführung, schauspielerisch erwartungsmäß auf hohen Niveau. Ostermeier versetzte das Stück ohne Effekthascherei in die Gegenwart und bediente sich obsessiv der Drehbühne.
Am Schluss ließ der Regisseur den Baumeister Solness aufwachen: Alles war nur ein Traum. Das passte so gar nicht zu der unträumerischen Inszenierung und kann wohl nur durch einen zwanghaften Originalitätszwang (die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht) erklärt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  • RSS Feed for Posts
  • RSS Feed for Comments
  • Twitter
  • XING
  • Facebook

Aktuell in Arbeit

„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

Kategorien

Tweets