John Updike: Ehepaare. Roman

rororo (Amazon Partnerlink)

Im Mittelpunkt des 1968 erschienen Romans stehen zehn Ehepaare aus der upper middleclass, die in der fiktiven Kleinstadt Tarbox bei Boston leben, und sich in einen amourösen Ehebruchsreigen verstricken. Updikes offenherzige Schilderungen dürften wesentlich dazu beigetragen haben, dass der Roman ein internationaler Bestseller wurde.

Das Abgleiten ins Pornographische vermeidet Updike durch eine wohlkonstruierte symbolische Ebene, für die nicht nur mythologische und biblische Myhen herangezogen werden, sondern auch die zeitgenössische „Mythologie“ – die Psychoanalyse etwa – reflektiert wird. Das Ergebnis ist ein wirklichkeitssatter und blendend geschriebener Roman. Wie immer bei Updike kommt auch die weltanschauliche Perspektive nicht zu kurz. Ab und an hat man den Eindruck, dass das Buch die Grenzen des Realismus in Richtung naturalistisches Sozialexperiment überschreitet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  • RSS Feed for Posts
  • RSS Feed for Comments
  • Twitter
  • XING
  • Facebook

Kategorien

„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

Aktuell in Arbeit

Tweets