Lexikalisches Lob der Bibliophilie

Bibliophilie ist auch ein sozialpsychologisches Phänomen, eine schöpferische Tätigkeit und ein Bildungselement von hohem Rang. Die ist Ausdruck individueller Lebensführung und geistiger Lebenshaltung, abhängig nicht zuletzt von den finanziellen Möglichkeiten des Bibliophilen. Der systematisch sammelnde, kenntnisreiche Bibliophile prägt die Bibliophilie der Gegenwart

[…]

Der echte Bibliophile lehnt Bücher als Kapitalanlage und Objekte sicherer Spekulationsgewinne ab. Liebe zum Buch, Begeisterung, Hingabe und viel Geduld kennzeichnen den Bibliophilen

[…]

Eine über eine lange Lebenszeit aufgebaute, fundierte und abgerundete Sammlung bedeutet stets einen persönlichen Gewinn, sie verschafft Kontakte zu anderen Sammlern und Bücherfreunden, trägt zur Aufbewahrung und Überlieferung von Kulturgut bei und erfreut sich, unabhängig vom momentanen Handelswert, eigener, sachverständiger Wertschätzung.

[Lexikon der Buchkunst und Bibliophilie, Augsburg 1995, S. 47]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  • RSS Feed for Posts
  • RSS Feed for Comments
  • Twitter
  • XING
  • Facebook

Kategorien

„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

Aktuell in Arbeit

Tweets