Garry Wills: Saint Augustine

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Wills ist ein eindrucksvoller Publizist. Er schrieb Bücher zu den unterschiedlichsten Themen und hat doch immer etwas zu sagen, das auch für Fachleute interessant ist. So versucht er auch in seiner kleinen, gut 140 Seiten umfassenden Lebensbeschreibung, einige gelehrte Vorurteile über Augustinus aus dem Weg zu räumen. Von einer außergewöhnlich ausschweifenden Lebensweise vor dem Bekehrungserlebnis beispielsweise, könne keine Rede sein.

Ab und zu wünscht man sich etwas mehr Distanz zum Gegenstand. Wills neigt dazu, Augustinus vor allem und jeden in Schutz zu nehmen. Immerhin hat er meist überzeugende Argumente an der Hand. Das Buch eignet sich hervorragend als Einstieg in die Materie. Danach sollte man aber doch direkt zu den Bekenntnissen greifen.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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