Zeitloser religiöser Fanatismus

Wenn man ins Detail geht, hat sich das Leben seit der Spätantike in vieler Hinsicht komplett verändert. Sieht man sich aber beispielsweise das Religions(un)wesen des vierten Jahrhunderts an, fühlt man sich sofort an aktuelle Dummheiten erinnert, seien es die Umtriebe christlicher Fundamentalisten in den USA oder die faschistoiden Weltbilder islamischer Fanatiker. Intoleranz wurde jedoch schon immer von religiösen Gemeinschaften mit stupender Meisterschaft ausgeübt. Als Beispiel sei der Alltag der Donatisten herausgegriffen:

But most Donatists could not be lured into such intellectual combat [by Augustine]. The emphasis on keeping their faith pure made them take very seriously scriptural admonitions to shun unbelievers. They would not even greet Catholics (a harsh rebuff in the African world), much less join them in debate. In Augustine’s own Hippo, Donatist bakers refused to sell bread to Catholics (Answer tp Petilian’s Letter 2.184). [Garry Wills, Saint Augustine, S. 78]

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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