Reise-Notizen West-Türkei (7): Milet, Didyma, Priene

Wer mit vorsokratischer Vorfreude die antiken Stätten Milets besichtigen will, wird enttäuscht. Der Geburtsort des abendländischen säkularen Denkens (Thales, Anaximander, Anaximenes, Hippodamus!) wurde bisher nicht ausgegraben. Das römische Milet dagegen wurde frei gelegt, darunter ein spektakuläres Theater.

In Didyma kann man die Überreste des bedeutendsten Orakels Kleinasiens besichtigen, welche die größte (und größenwahnsinnigste) griechische Tempelanlage beinhaltet (51x110m). Drei der zwanzig Meter hohen Säulen stehen noch und man frägt sich wie diese gewaltigen Gewichte damals bewegt worden sind, auch wenn man über die antike Bautechnik ganz passabel Bescheid weiß.

Die Ruinen Prienes zeichnen sich nicht nur durch deren reizvolle Lage oberhalb der Mäanderebene aus, sondern vor allem durch die unverfälschte griechische Bausubstanz. Zu sehen sind u.a. die Überreste eines kleinen Theaters, eines Athenatempels sowie von Wohnhäusern.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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