Anna Gmeyner: Automatenbüfett

Theater an der Josefstadt 29.5.04
Regie: Hans-Ulrich Becker

Auf das zweifelhafte Vergnügen, Zeitzeuge einer der schlechtesten Saisonen dieses Theaters seit langem zu sein, hätte ich gerne verzichtet. Auch das Ausgraben des 1932 uraufgeführten Stücks hätte man sich sparen können. Laue, gut gemeinte Satire von bald vorhersehbarer Mittelmäßigkeit. Ja, das deutsche Vereinswesen ist lächerlich und Provinzstädtchen von unerträglicher Borniertheit. Nach zeitgenössischen statirischen Maßstäben gemessen (Tucholsky etwa) ist das Stück im besten Falle flau. Höchstens für Menschen mit ausgeprägtem literaturgeschichtlichem Interesse sehenswert. Die Inszenierung ist so gut, wie es der zweifelhafte Text zulässt.

Ein Trost: Im Theater an der Josefstadt kann es nächste Saison nur aufwärts gehen.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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