Gustav Meyrink: Der Golem. Roman

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Anstoß für die Lektüre gab die Pragreise, und dieser Aspekt ist noch der Interessanteste des Buches. Meyrink fängt die Atmosphäre des jüdischen Ghettos ein, allerdings spielt die Golemsage eine geringere Rolle als der Titel verspricht.

Meyrinks Faible für Okkultes und Esoterisches passt einigermaßen zur Golemthematik, wenn man nicht mehr als eine märchenhafte Geschichte erwartet. Ansonsten ist die geistige Substanz ziemlich dünn, und die Ernsthaftigkeit, mit der seltsame Theorien ausgebreitet werden, nicht immer erfreulich. Ein nettes Pragbuch also.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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