Wassily Kandinsky: Der Klang der Farbe 1900-1921

Kunstforum 9.5.

Die Entdeckung der abstrakten Malerei gehört mit zu den spannendsten Momenten der Kunstgeschichte. Die Ausstellung im Kunstforum lässt einen den Schritt vom Figürlichen ins Abstrakte anhand des Schaffens Kandinskys schön nachvollziehen. Von seinen frühen „gegenständlichen“ Werken der Murnauer Zeit über eine weitgehend abstrahierende Behandlung gerade noch erkennbarer Gegenstände, bis hin zur „absoluten“ Abstraktion finden sich jeweils zahlreiche Beispiele.

Das letzte Mal als ich Bilder Kandinskys in München sah, liegt mehr als 10 Jahre zurück, und ich hatte ihre Wirkungsmächtigkeit völlig vergessen. Der Maler verglich seine Arbeiten immer wieder mit musikalischen Formen und diese Analogie drängt sich förmlich auf. Bei einigen seiner wohlkomponierten Farbexplosionen musste ich an Strawinsky denken, dessen Musik eine ähnliche Kombination aus wilder Rhythmik und formaler Begrenzung auszeichnet.

Eine tolle Ausstellung!

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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