Shakespeare: Hamlet

Burgtheater
Regie: Klaus-Maria Brandauer
Hamlet: Michael Maertens
Ophelia: Birgit Minichmayr
Claudius: Robert Meyer

Eines kann man der Burgtheater Dramaturgie nicht vorwerfen: Mangelnde Kohärenz. Nachdem Klaus-Marie Brandauer in „Cyrano de Bergerac“ zeigen konnte, was ein schlechter Schauspieler ist, durfte er nun als Regisseur ein komplettes Stück ruinieren. Nicht irgendeines selbstverständlich, nein, ausgerechnet „Hamlet“ musste es sein.
Bar jeder plausiblen Regieidee, scheint sich Brandauers Tätigkeit darauf beschränkt zu haben, den Schauspielern jede Schauspielkunst auszutreiben. Es braucht auch einen so hervorragenden Künstler wie Michael Maertens, um Hamlets Text so herunterzuleiern, dass das selbst Passauer Stadttheater vor Neid erblasste.
Mit diesen erstklassigen Schauspielern eines der besten Stücke der Weltliteratur zu ruinieren, ist eine Leistung, die ob ihrer Ungewöhnlichkeit großen Respekt verdient.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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