Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg

Staatsoper 11.1.
Dirigent: Peter Schneider
Inszenierung: Otto Schenk
Hans Sachs: Wolfgang Brendel
Veit Pogner: Kurt Rydell
Beckmesser: Hans-Joachim Ketelsen
Stolzing: Jeffrey Dowd
Eva: Anja Harteros

Es ist immer wieder hochgradig faszinierend, wie mühelos die Wiener Philharmoniker Wagner spielen! Mit der Ausnahme des Staatsopern-Debütanten Jeffrey Dowd, dessen Stimme im Vergleich mit seinen Künstlerkollegen so dünn klang, dass er das Orchester kaum übertönen konnte, war das Ensemble ausgezeichnet. Vor allem Wolfgang Brendel gab einen hervorragend disponierten Hans Sachs. Ketelsens Beckmesser war von einer brillanten Komik.

Künstlerisch ist die Oper sehr interessant: Wagner schafft es auf musikalisch höchstem Niveau und in einer (mehr oder weniger) volkstümlichen Rahmenhandlung, komplexe ästhetische Probleme (Stichwort: Abweichungs- versus Regelästhetik) auf die Bühne zu bringen. Schade, dass das Werk am Ende durch den nationalistischen Kunstkitsch eine üble Wendung nimmt.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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