Über den sinnvollen Gebrauch der Zeit…

… schreibt Plutarch:

Dürfen wir da nicht mit ebensoviel Recht diejenigen tadeln, welche den unserer Seele innewohnenden Trieb zu Betrachtung und Erkenntnis auf Dinge richten, die zu hören oder zu sehen sich nicht verlohnt, während sie am Guten und Nützlichen achtlos vorbeigehen? Unsere Sinne zwar verhalten sich passiv und müssen daher alles aufnehmen, was auf sie eindringt, mag es nun nützlich sein oder nicht. Wer hingegen seinen Verstand gebrauchen will, kann sich ohne jede Schwierigkeit einem Gegenstand nach Belieben zuwenden oder sich von ihm abkehren. Daher soll der Mensch immer nur dem Besten nachjagen, nicht allein, um es zu betrachten, sondern durch die Betrachtung innerlich zu wachsen.

[Plutarch, Perikles 1.]

Sehr schön gesagt, mögen es viele beherzigen.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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