Nestroy: Mann, Frau, Kind

Theater in der Josefstadt 8.11.
„Regie“: Hans Gratzer

Hans Gratzer, der neue Herr des Hauses, scheint sich vorgenommen zu haben, das Theater in der Josefstadt zu ruinieren. Man wäre versucht zu glauben, es handele sich um eine Racheaktion des ehemals progressiven Theatermachers am „konservativsten“ Theater in Wien, wären da nicht die treuherzigen Rechtfertigungen in diversen peinlichen Interviews.

Die ersten Inszenierungen des Hauses waren Theaterkatastrophen ersten Ranges. Sucht man nach beschreibenden Begriffe, trifft man mit „Infantiliät“ wohl die „Qualität“ der Aufführungen am Besten.

Auch das frühe Zauberstück Nestroy wurde knallbunt und knalldumm auf die Bühne gebracht. Gratzer versucht in seinen öffentlichen Äußerungen das Publikum, dem der neue Kurs sehr gut gefalle, gegen die bösen Kritiker auszuspielen. Er möge sich einmal die entsetzten Blicken im Publikum ansehen, die Stammbesucher angesichts dieser ästhetischen Zumutungen austauschen.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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