Antunes: Anweisungen an die Krokodile. Roman

Fischer TB (Amazon Partnerlink)

Antunes wurde hier schon öfters gelobt und seine literarischen Tugenden sind auch bei diesem Roman unverkennbar. In erster Linie ist hier seine „Sprachgewalt“ zu nennen sowie der Einsatz von modernen Erzählverfahren.

Die Lektüre des Buches lässt sich mit der Lösung eines Puzzles vergleichen. In jeweils abwechselnden inneren Monologen (die technisch gar keine sind, da sie regelmäßig unterbrochen werden) schildern vier Frauen ihre Beteiligung an der rechtsradikalen Terroristengruppe „Krododile“. Jedes „Erinnerungskapitel“ umfasst mehrere Zeitebenen, so dass sich mit fortschreitender Lektüre der Inhalt des Romans zusammensetzt und die Bezüge der verschiedenen Erinnerungen aufeinander deutlich werden.

Wenn man etwas Negatives über „Anweisungen an die Krokodile“ sagen will, dann dass Antunes dieses Schema bezogen auf die Länge des Romans (450 Seiten) etwas überstrapaziert.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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