Albrecht Dürer (Albertina)

Die Albertina zeigt derzeit eine umfassende Ausstellung mit Werken Albrecht Dürers, wie sie wohl Jahrzehnte nicht mehr zustande kommen wird. Ausgangspunkt bilden natürlich die zahlreichen Grafiken im Bestand der Albertina, die durch zahlreiche Leihgaben ergänzt werden. Auf diese Weise kann man sich einen ausgezeichneten Überblick über die Kunst Dürers verschaffen. Die Schau ist leider sehr überlaufen, Schlange stehen ist angesagt. Dieser Aufwand ist aber durchaus lohnenswert.

Neu war mir, dass Dürer ein auf Deutsch geschriebenes Buch über Kunst publizieren wollte und damit sehr früh Deutsch als Wissenschaftssprache verwendete. Erschienen ist dann allerdings nur ein Teil des Projekts, nämlich die Proportionenlehre. Er ging darin vom Studium der einschlägigen Bücher Vitruvs aus, entwickelte seine Theorie aber weiter. So war er unzufrieden damit, dass Männer und Frauen proportional gleich dargestellt werden sollten. Ein erstes berühmtes „praktisches“ Ergebnis dieser Bemühungen ist die Grafik „Adam und Eva“.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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