Wagner: Die Walküre

Staatsoper 21.9.03

Musikalisch wie schon im letzten Jahr hervorragend, die Wiener Staatsoper verstand und versteht sich auf ihren Wagner. Kritisch anzumerken wäre die lieblose Routine der Aufführung. Die Musiker der Wiener Philharmoniker verließen fluchtartig den Orchestergraben, sobald sie nicht mehr gebraucht wurden, was angesichts des applaudierenden Publikums schon minimale Höflichkeitsstandards verletzt. Auch beim Bühnenbild wurde geschlampt. So warfen die riesigen Stoffbahnen – eigentlich als realistischer Hintergrund gedacht – an einigen Stellen unansehliche große Falten, was man einem kleinen Stadttheater nachsehen mag, nicht aber der Wiener Staatsoper (vor allem nicht angesichts der hohen Kartenpreise!). Offenbar ist man so von sich selbst überzeugt, dass man ungenau arbeitet. Ob hier die Attitüde des Herrn Holender auf seine Mitarbeiter abfärbt?

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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