Diktatur, Religion und Dummheit

Christopher de Bellaigue war im Südirak unterwegs, um sich ein Bild von der Lage zu machen, und die Stimmung der schiitischen Bevölkerung zu sondieren. Es führte auch Gespräche mit Ayatollahs, die ihm ziemlich freimütig Auskunft gaben, und deren Einfluss auf ihre Gläubigen enorm ist. Lesen kann man seine analytische Reportage in der New York Review of Books 12/2003. Wie so oft profitieren die Kleriker von der Dummheit, bekanntlich eine zentrale Voraussetzung für ihre „Arbeit“:

For as long as Iraq has no efficiently functioning authority, the claim of Shiite clerics to be the natural arbiters of human affairs for most Iraqis will go unchallenged. Some of these clerics say they are in favor of a kind Islamic democracy. Their popular legitimacy, they say, is attested to by the crowds that turn out for Friday prayers, and by the flow of supplicants to their doors. The may benefitas well from their associations with the al-Sadr name and from having survived Hussein without fleeing into exile. They have immense authority. Thanks in part to Saddam Hussein and his suppression of independent thought, the people of Al-Sadre City are credulous and uneducated. When judging a statement or an opinion, however absurd it may be, they tend to use one criterion: the authority of the teller.

Quelle: The Shiites Under Occupation*

* Der Artikel ist mittlerweile Teil des kostenpflichtigen Archivs der NYRB.

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"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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