Reise-Notizen Sizilien (5): Agrigent und Syracus

Info-Links für Agrigento und Syracus

Agrigent ist für den Graecophilen nach Selinunt ein weiterer Höhepunkt. Der seltsamerweise „Tal der Tempel“ genannte Ort – es handelt sich um eine Anhöhe – ist architektonisch ungemein interessant. Der Concordiatempel zählt zu den drei besterhaltenen dorischen Tempeln und gibt eine eindrückliche Vorstellung von dieser spezifischen Form der Ästhetik. Aus größerer Entfernung wirkt er quasi intakt (das Dach und die fehlenden Farben einmal ausgenommen). Eines der schönsten Bauwerke, die ich bisher sah.

Über Syracus muss man nicht viele Worte verlieren, aber es ist schon eigenartig, auf einem der Hügel über der Stadt zu stehen und auf die topologisch kaum veränderte Bucht zu blicken, in der am Ende des peloponnesischen Krieges die verhängnisvolle Seeschlacht stattfand, die den Untergang der Großmacht Athen einleitete. Bei Thukydides ist das brillant geschildert nachzulesen. Ansonsten gibt es noch ein leidlich gut erhaltenenes griechisches Theater zu sehen sowie eines der besten Museen Siziliens. Herausragend auch der Dom der Stadt: Ein Bauwerk, dass als griechischer Tempel begann, diverse Umbauten erlebte, und seit der Antike permanent genutzt wurde. Wer wollte nicht schon mal einen in eine Kirche umgebauten griechischen Tempel sehen? :-)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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